Hintergründe und Rechtliches

Einreisebestimmungen

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit einem Reisepass oder einem vorläufigen Reisepass möglich. Das Reisedokument muss für die Dauer des Aufenthalts in Kanada gültig sein. Sofern die Aufenthaltsdauer kürzer als sechs Monate beträgt wird – unabhängig vom Aufenthaltszweck (touristisch, geschäftlich) – kein Visum benötigt.

Die Einreise mit einem Personalausweis ist nicht möglich. Hiervon ausgenommen sind noch gültige Kinderausweise nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt).

Außerdem zu beachten: Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr gültig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument (Kinderreisepass mit Foto).  

Weitere Voraussetzungen für die Einreise:

Deutsche Staatsangehörige, die von der Visumpflicht befreit sind und auf dem Luftweg nach Kanada ein- bzw. durchreisen wollen, müssen vor Reiseantritt eine elektronische Einreiseerlaubnis (electronic Travel Authorization - eTA) einholen. Die Beantragung muss vor Antritt der Flugreise online erfolgen. Auch mit erteilter Genehmigung obliegt es dem Grenzpersonal, die Einreise zu bewilligen. Eine Gebühr in Höhe von 7,- CAD ( ca. 5,- EUR) ist zu entrichten. Die Einreisegenehmigung wird für fünf Jahre erteilt und ist an das jeweilige Reisedokument des Antragstellers gebunden.

Bei der Einreise müssen Sie dokumentieren, dass Sie über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, um die Kosten Ihres Aufenthaltes für sich selbst sowie ggf. auch für unterhaltsberechtigte Angehörige zu bestreiten. Darüber hinaus muss dokumentiert werden, dass die Rückreise gesichert ist (z.B. durch Vorlage des Rückflugtickets).

Einwanderung

Kanada ist offen für Einwanderer. Man unterscheidet einwanderungswillige Personen nach "Skilled Worker Class Immigration", "Business Class Immigration" und "Family Class Immigration".

Wer einwandern möchte, wird zunächst in einer kanadischen Botschaft nach einem Neun-Faktoren-System bewertet, das mit einer möglichst hohen Punktezahl abzuschließen ist.

Der Test unterscheidet hierbei verschiedene Personenkreise. So gibt es die Möglichkeit, sich über berufliche Qualifikation und eine bestehende Arbeitsplatzzusage über die „Skilled Worker Class Immigration“ zu qualifizieren oder als Unternehmensgründer mit nachgewiesenem Eigenkapital die „Business Class Immigration“ anzustreben.

Wer bereits Familienangehörige in Kanada hat, kann auch den Weg über eine Familienzusammengehörigkeit „Family Class Immigration“ einschlagen.

Gesundheitssystem

Kanada verfügt über ein gutes, staatlich finanziertes Gesundheitssystem, dessen Versicherungsleistungen kanadische Bürger und Ausländer mit „Permanent Residence“ Status (d.h. Ausländer mit bewilligtem Einwanderungsantrag) absichert. Wer vorübergehend in Kanada lebt, muss sich privat krankenversichern, d.h. für befristete Aufenthalte oder für die erste Zeit in Kanada ist der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung in Deutschland empfehlenswert.

Bildung & Schule

Das kanadische Schulsystem wird von öffentlichen Trägern dominiert, d.h. rund 90 % aller Schüler besuchen eine staatliche Schule in unmittelbarer Nähe ihres Wohnortes, da die Gebietszugehörigkeit über die Schulzugehörigkeit entscheidet.

Die Schulzeit beginnt anders als in Deutschland bereits mit 5 Jahren und einem Kindergarten-Vorschuljahr („pre-elementary“), sodass Schüler der 1. Klasse bereits über Lese- und Schreibkenntnisse verfügen. Für den Transport von Wohnort zur Schule können Familien überall Schulbusse nutzen.

Alle kanadischen Schulen sind Ganztagsschulen, die auf das aus den USA bekannte Konzept aus Grundschule, High-School und anschließendem Studium an einer Universität („College“) ausgerichtet sind. Das Studium an einer kanadischen Universität ist kostenpflichtig. Die Höhe der Studiengebühren ist von der Universität und dem gewählten Studienfach abhängig und kann begünstigt durch Förderprogramme der Universitäten und Kreditaufnahme auch von Studenten aus weniger begüterten Familien entrichtet werden.

Löhne & Steuern

Das kanadische Steuersystem sieht eine Aufteilung in staatliche und regionale Steuern vor, die jeweils individuell zu entrichten sind. Für ganz Kanada gilt die nachfolgende Aufzählung der progressiven Einkommenssteuer, deren Höhe gestaffelt nach dem Einkommen zu entrichten ist. Analog dem deutschen Steuersystem werden prozentuale Lohnsteuersteigerungen erst ab dem Überwinden der Einkommensschwelle zur nächsten Steuerstufe hinzugerechnet, d.h. bei z.B. 48.000 $ würde nur auf den Differenzbetrag von  370 $ der nächst höhere Steuersatz von 20,5 % anfallen, die ersten 47.630 $ würden mit 15 % versteuert.

Für das Jahr 2019 sind die folgenden bundeseinheitlichen staatlichen Steuersätze vorgesehen:

Die Provinz Nova Scotia erhebt zusätzlich die folgenden Steuern auf regionaler Ebene:

Lebenshaltungskosten

Die Lebenshaltungskosten sind in der Summe mit denen eines westeuropäischen Landes vergleichbar, allerdings verteilen sich die Kosten auf andere Schwerpunkte. Die allgemeine Vergleichbarkeit wird zusätzlich durch eine sehr regionale Kostenstruktur erschwert.

Pauschal gesagt: Lebensmittel sind teurer als in Europa (besonders im Vergleich zu Deutschland), Lebenshaltungskosten wie Strom, Wasser, Benzin hingegen günstiger.

Eine in diesem Zusammenhang sehr interessante Gegenüberstellung zum Thema „Beste Lebensqualität in Kanada“ wurde bei moneysense.ca veröffentlicht und berechnet anhand des Haushaltseinkommens die Dauer bis zum Abbezahlen des gekauften Hauses. Kommen einem die rund 12 Jahre, die für die Hypothekentilgung eines Haus in Vancouver, B.C kalkuliert werden schon im Vergleich zu Europa als sehr kurz vor, so wird es in der Region Nova Scotia wahrlich traumhaft – bei einem ortstypischen Haushaltsnettoeinkommen von rund 62.000 kanadischen Dollar ist das eigene Haus rein rechnerisch in deutlich weniger als drei Jahren komplett abbezahlt.

Die ausführliche Übersicht finden Sie hier: https://www.moneysense.ca/canadas-best-places-to-live-2018-create-your-own-ranking/

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